/ezimagecatalogue/catalogue/variations/29643-100x100.jpg

Göweil Rundballenpresse G-1 F125 mit G5040 Kombi im Praxistest

Die Rundballenpresse von Göweil besteht schon in der ersten Saison ihre Reifeprüfung mit Auszeichnung. Wir haben die Press-/Wickelkombination eine Saison lang getestet.


Das LANDWIRT Testteam war von der Gesamtperformance dieser Press-/Wickelkombination schwer beeindruckt!
Das LANDWIRT Testteam war von der Gesamtperformance dieser Press-/Wickelkombination schwer beeindruckt!
Im letzten Herbst hat Göweil seine erste selbst entwickelte Rundballenpresse vorgestellt. Zum Serienstart im Frühjahr hat uns der Hersteller die Press-/Wickelkombination „G-1 F125 | G5040 Kombi“ für einen Saisontest zur Verfügung gestellt. Wir haben knapp 3.000 Silage- und Heuballen unter verschiedensten Bedingungen gemacht.

Sanft zur Grasnarbe
Göweil ist für seine robuste Bauweise bekannt. Egal wo man hinsieht: Die Rotorwelle, die Blechstärke der Presswalzen, sämtliche Lagerstellen oder Kettenantriebe, diese Maschine ist in allen Punkten größer dimensioniert, als es bisher üblich war.
Die Pendel-Pick-up mit Kunststoffabstreifern läuft sehr ruhig und passt sich dem Boden hervorragend an.
Die Pendel-Pick-up mit Kunststoffabstreifern läuft sehr ruhig und passt sich dem Boden hervorragend an.
Natürlich wirkt sich das auch auf das Gewicht aus. Die Kombination bringt in Vollausstattung 8.350 kg auf die Waage. Nichts für Hanglagen und feuchte Wiesen, möchte man meinen. Wir wurden aber bald eines Besseren belehrt: Die Maschine steht besser am Hang als die meisten anderen Press-/Wickelkombinationen. Möglich wird das durch die hydraulische Entlastung der Vorderachse und den geringen Achsabstand. Diese hat auch auf der Straße Vorteile: Der Reifenverschleiß geht zurück und die Maschine schaukelt auch bei 40 km/h nicht auf.

Die Pendel-Pick-up
Die Pick-up ist ungesteuert, hat sechs Zinkenreihen und einen Zinkenabstand von nur 50 mm. Sie ist mittig an einem Bolzen aufgehängt und hat an den Tasträdern einen Pendelbereich von 150 mm. Die Aufnahmebreite nach DIN beträgt 2,20 m. Die Kunststoffabstreifer sorgen für einen sehr leisen Lauf. Der serienmäßige Doppelrollen-Niederhalter unterstützt den Gutfluss. Zwei luftbereifte Räder führen die Pick-up über den Boden.

Der 8-Stern-Rotor mit hydraulisch angetriebener Zuführwalze hat ein enormes Schluckvermögen.
Der 8-Stern-Rotor mit hydraulisch angetriebener Zuführwalze hat ein enormes Schluckvermögen.
Rotor: Futterfluss über Kopf
Die achtzackigen Sterne des Rotors haben einen Außendurchmesser von 570 mm und aufgeschweißte Hardox-Zinkenreihen. Die Welle hat einen Durchmesser von 100 mm (!). Eine weitere Besonderheit: Der Rotor dreht sich andersrum. Das Futter fließt oben drüber. Eine hydraulisch angetriebene Einzugswalze unterstützt den Gutfluss und erhöht die Durchsatzleistung.
Durch den nach oben drehenden Rotor konnte auch das Schneidwerk vorne angeordnet werden. Mit bis zu 30 zweischneidigen Wendemessern ermöglicht es eine theoretische Schnittlänge von nur 35 mm. Die Messer lassen sich werkzeuglos bequem von vorne tauschen und werden automatisch ent- und verriegelt. Eine hydraulische Balkensicherung schützt die Messer vor Fremdkörpern und bringt sie wieder automatisch in Schnittposition.

Serienmäßig kann die G-1 Ballen mit Netz oder Folie binden. Die Doppelbindung mit zwei Rollen ist optional verfügbar.
Serienmäßig kann die G-1 Ballen mit Netz oder Folie binden. Die Doppelbindung mit zwei Rollen ist optional verfügbar.
Einzigartiges Antriebskonzept
Rotor und Presskammer werden getrennt angetrieben. Die Kraft wird am Hauptgetriebe über Ketten auf den Rotor und die Pick-up sowie auf die Presskammer verteilt. Beide Antriebsstränge sind getrennt über zwei Nockenschaltkupplungen abgesichert. Dadurch kann der Rotor mit einem höheren Drehmoment gesichert werden als die Presskammer. Das hat große Vorteile und ermöglicht eine automatische Durchflusskontrolle.

Ballen vom Designer
Die Presskammer aus 18 profilierten Walzen ist 1,20 m breit und hat einen Durchmesser von 1,25 m. Da bei Festkammerpressen in der Regel die Walzen und Kettenantriebe zuerst kaputt gehen, hat Göweil auch bei diesen Punkten „nachdimensioniert“. Die 4 mm (!) starken Stahlwalzen sind innen verstärkt und laufen auf 2-reihigen Pendelrollenlagern.

Sichere und schnelle Ballenübergabe mit hydraulisch fahrbarem Wickeltisch auch in Hanglagen.
Sichere und schnelle Ballenübergabe mit hydraulisch fahrbarem Wickeltisch auch in Hanglagen.
Doppelbindung mit Netz oder Folie
Auch bei der Bindung bietet Göweil mehr Möglichkeiten als die Mitbewerber: Serienmäßig kann die G-1 Ballen mit Netz oder Folie binden. Unser Testkandidat war mit der optionalen Doppelbindung ausgestattet. Damit können gleichzeitig zwei Netz- oder Folienrollen eingespannt werden. Das halbiert die Bindezeit und reduziert die Zeit für den Wechsel von Folie oder Netz. Die Doppelbindung kann auch als Einzelbindung genutzt werden: In diesem Fall wird ein Schacht mit Netz und der andere mit Folie bestückt. Die Umstellung zwischen Folie und Netz ist einfach über das Terminal möglich.

Sichere Ballenübergabe
Das Grundkonzept der Kombipresse mit dem Fahrwerksrahmen und dem Doppelarmwickler gibt es schon seit 1997. Dieses System hat sich weltweit bewährt, und wurde daher auch mit der Entwicklung der eigenen Rundballenpresse nicht verändert.
Neben der Langlebigkeit – viele dieser Wickler haben schon drei oder vier Pressen überlebt und laufen noch immer – wird von den Besitzern immer wieder die sichere Ballenübergabe gelobt. Das bestätigt auch unser Praxistest.

Dieses Leistungspotenzial mit den vielen neuen Features hat natürlich auch seinen Preis: Unsere gut ausgestattete Testmaschine steht mit 135.406 Euro inkl. MwSt. in der Preisliste des Herstellers.

Kostenloses Probeheft Ausgabe 20/2015 mit Praxistest Göweil Press-/Wickelkombination bestellen – solange der Vorrat reicht!

Zur Homepage von GÃ-WEIL